adesso AG unterstützt IT-Vorhaben „Zensus 2011“ des Statistischen Bundesamtes
Zweijähriger Rahmenvertrag zur Entwicklung von IT-Komponenten für die bundesweite registergestützte Volks-, Gebäude- und Wohnungszählung
Dortmund, den 07. Juli 2010 – Die adesso AG übernimmt die Entwicklung bestimmter IT-Komponenten im Rahmen des für 2011 geplanten EU-weiten Zensus 2011. Mit der registergestützten Volkszählung wird erstmals ein neues Verfahren eingeführt, in dem hauptsächlich vorhandene Verwaltungsregister zur Datenermittlung genutzt werden. Die Realisierung und Implementierung des neuen Verfahrens sowie die anschließende Datenkonsolidierung erfordern eine umfangreiche und zuverlässige IT-Unterstützung. In diesem Kontext hat adesso die Ausschreibung eines Teilprojekts zur Weiterentwicklung des Anschriften- und Gebäuderegisters sowie zur Konzeption des Melde- und Erwerbsdatenregisters gewonnen. In einem Rahmenvertrag über zwei Jahre übernimmt adesso die Implementierung und Wartung der im Teilprojekt enthaltenen Software-Komponenten.
Die adesso AG wird mit Unterstützung der SQS Software Quality Systems AG in einem Teilprojekt des Statistischen Bundesamtes die Weiterentwicklung des IT-Konzeptes für den Zensus 2011 unterstützen. Mit dem Statistischen Bundesamt hat adesso einen Rahmenvertrag mit einer Laufzeit von mindestens zwei Jahren sowie einer Abnahme von mindestens 1.300 Personentagen abgeschlossen.
Zur Durchführung des registergestützten Zensus werden Verwaltungsregister wie die Melderegister der Kommunen und Register der Bundesagentur für Arbeit herangezogen. Das Statistische Bundesamt ist in diesem Zusammenhang für die Konzeption, Entwicklung und den Betrieb der Teilsysteme Anschriften- und Gebäuderegister, Melde- und Erwerbsdatenregister sowie für das Metadatensystem zuständig. In der ersten Phase des IT-Vorhabens wurde mit der Realisierung erster Funktionen des Anschriften- und Gebäuderegisters begonnen. Darauf aufbauend unterstützt adesso in der zweiten Projektphase die Weiterentwicklung dieser Arbeiten sowie die Konzeption und Entwicklung des Melde- und Erwerbsdatenregisters und des Metadatensystems.
Im Rahmen der Projektrealisierung werden vom Statistischen Bundesamt jeweils Einzelaufträge an adesso vergeben. Diese umfassen in den unterschiedlichen fachlichen Themenfeldern die Erarbeitung von Lastenheften, die Entwicklung von Pflichtenheften sowie die Implementierung und Dokumentation. „Um die gesamte Bandbreite der Projektanforderungen abdecken zu können, haben wir für jedes Teilprojekt ein Expertenteam mit fundiertem Know-how in dem jeweiligen Bereich zusammengestellt“, erläutert Dr. Rüdiger Striemer, Vorstand für Software Development bei adesso. “Die Ergebnisse aus dem Zensus 2011 stehen unter besonderer Beachtung von Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft. Auf Basis unserer Erfahrungen in komplexen Projekten und unserer Entwicklungskompetenz schaffen wir beste Voraussetzungen zur Absicherung des Projekterfolgs sowie für die Zusammenarbeit mit dem Statistischen Bundesamt und den anderen beteiligten Unternehmen.“
Über den Zensus 2011
Laut einer EU-Verordnung sind alle EU-Mitgliedsstaaten im Jahr 2011 dazu verpflichtet, neue Zensusdaten anhand eines festgelegten Merkmalskatalogs bereitzustellen. In Deutschland ist im Jahr 2009 das Zensusgesetz 2011 in Kraft getreten, das u.a. die zu erhebenden Merkmale vorgibt. Die registergestützte Datenerhebung wird durch eine repräsentative Stichprobenerhebung bei ca. 10% der Bevölkerung und eine schriftliche Befragung aller Eigentümer von Wohngebäuden bzw. Eigentumswohnungen ergänzt. Durch das geplante Verfahren werden zuverlässige Ergebnisse erwartet und erhebliche Kosten eingespart. Darüber hinaus wird ein Großteil der Bürgerinnen und Bürger von Auskunftspflichten entlastet.
Der Zensus 2011 wird zur Ermittlung aktueller Bevölkerungs- und Wohnungszahlen durchgeführt. Die Fortschreibung der derzeitigen Zahlen beruht auf der letzten Volkszählung aus dem Jahr 1987 (1981 in der ehem. DDR). Durch die gesellschaftlichen Umbrüche in den letzten Jahrzehnten sind diese Daten nicht mehr aussagekräftig. Da genaue Bevölkerungszahlen aufschlussreiche Informationen über demographische und sozioökonomische Gesellschaftsstrukturen liefern, ist eine neue Erhebung erforderlich. Zuverlässige Planungen, beispielsweise für öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser oder für die Anpassung der sozialen Sicherungssysteme an den demografischen Wandel sowie die Festlegung des Finanzausgleichs der Bundesländer, können nur auf der Grundlage verlässlicher Daten getroffen werden.